Holocaust
Als Holocaust bezeichnet man heute im deutschen Sprachraum den Völkermord an mindestens 5,6 bis 6,3 Millionen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.
Der Holocaust gilt als einzigartiges Verbrechen, da er die europäischen Juden vollständig, systematisch und mit industriellen Methoden auszurotten anstrebte.
Alle Menschen, die das NS-Regime als Juden definierte, waren schon deshalb zur Ermordung vorgesehen und hatten kaum Überlebenschancen, wenn sie in die Hände des nationalsozialistischen Machtapparats fielen.
Die Ausrottungsabsicht betraf auch die ebenfalls als „minderwertige Fremdrasse“ definierte Minderheit der Roma und Sinti.
Deren damalige Verfolgung gilt als Teil des Holocaust und wird als Roma-Holocaust oder Porajmos bezeichnet.