Autor Thema: Die Geschichte Lackenbachs  (Gelesen 2534 mal)

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Offline manfred

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Die Geschichte Lackenbachs
« am: 18. Januar 2007, 15:32:46 »
Lackenbach (ungarisch: Lakompak) ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Oberpullendorf in Österreich mit 1.096 (Stand Jänner 2001) Einwohnern.

Zwischen 1548 und 1552 entstand in Lackenbach ein Kastell. Nach 1670/71 siedelten sich aus Wien vertriebene Juden hier an. Seit dem 18. Jahrhundert gehörte Lackenbach zu den Fürstlich Esterházyschen Siebengemeinden mit weitgehend autonomer innerjüdischer Verwaltung. 1869 lebten hier 770 Juden, mehr als die Hälfte der Einwohner. Im 20. Jahrhundert nahm ihre Zahl ab; 1934 gab es noch 346 Juden in der Gemeinde. Nach dem Anschluss 1938 wurden die Lackenbacher Juden in Lastwagen nach Wien gebracht, 1942 wurde die Synagoge gesprengt. Der jüdische Friedhof ist bis heute erhalten und zählt über 1700 Grabsteine. Hier befindet sich das Grab von Markus Mordechai Schey, dem Großvater mütterlicherseits von Arthur Schnitzler.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Lakompak verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Auf dem Gemeindegebiet entstand 1940 das "Zigeuner-Anhaltelager Lackenbach" auf einem ehemaligen esterhazyschen Gutshof. Die Lagerinsassen, überwiegend Burgenland-Roma, mussten hier Zwangsarbeit leisten und wurden ab 1943 teilweise in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Ende März 1945 setzte sich die Lagerleitung beim Heranrücken der sowjetischen Armee ab, so dass es zu keinen opferreichen Evakuierungsmärschen kam.

Quelle: Wikipedia
« Letzte Änderung: 23. Januar 2007, 13:45:31 von manfred »

Offline micky

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Die Geschichte Lackenbachs
« Antwort #1 am: 29. Januar 2007, 18:08:16 »
ERSTE URKUNDLICHE NENNUNG LACKENBACHS

Schenkungsurkunde des ungarischen Königs Andreas II.                     aus dem Jahre 1222.
In dieser Urkunde wird Lackenbach als "m i n o r  L o u k u" erstmals urkundlich genannt.
Ebenso die ca.2 km südlich von Lackenbach gelegene und später zur "W ü s t u n g" gewordene Siedlung
"G o r b o u n u k" (Gaberling).

Die Übersetzung des lateinischen Textes den Ort Lackenbach betreffend lautet :

... wollen wir allen derzeit Lebenden und ihren Nachkommen bekannt geben, dass wir unserem Getreuen Posa zum Dank für seine stetige Treue und seine hervorragenden Verdienste, die er uns innerhalb und außerhalb unseres Königreiches erwies, zwei benachbarte Besitzungen, nämlich Weppersdorf und Lackenbach, zu dauerndem Besitz übertragen...

Andreas II.König von Ungarn seit 1205
(Er war der Vater der heiligen Elisabeth v. Thüringen)
geb.1176 oder 1277, gest. 21 September 1235

(aus der Festschrift "120 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lackenbach")
« Letzte Änderung: 30. Januar 2007, 20:06:57 von micky »
lg micky

Offline micky

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Die Geschichte Lackenbachs
« Antwort #2 am: 29. Januar 2007, 18:16:26 »
"W Ü S T U N G"

Unter einer Wüstung versteht man eine aufgegebene Siedlung oder Wirtschaftsfläche (Landwirtschaft, Handwerk, Industrie). In gemäßigten und humiden Klimaten Mitteleuropas werden diese ungenutzten Flächen im Laufe der Sukzession von Pflanzen bewachsen und zu Wald. Zeiten, in denen viele Siedlungen durch Bevölkerungsrückgang aufgegeben wurden, nennt man Wüstungsperiode (z.B. Pest, Dreißigjähriger Krieg).

Quelle: Wikipedia
« Letzte Änderung: 30. Januar 2007, 20:07:36 von micky »
lg micky